"Wer keine Zeit für seine Gesundheit hat, wird später viel Zeit für seine Krankheiten brauchen." – Sebastian Kneipp

10 Tipps um etwas gegen den Bluthochdruck zu unternehmen

Published Januar 23, 2014 in Bluthochdruck - 0Comments

10 Tipps um etwas gegen den Bluthochdruck zu unternehmen

homöopathischen MittelnEine Hypertonie, oder häufig auch Bluthochdruck genannt, ist eine Erkrankung, unter der aktuell einer von vier Erwachsenen leidet. Der genaue Grund für eine Hypertonie ist nicht bekannt, aber es gibt eine Reihe von Faktoren, die das Erhöhen der Blutdruckwerte beeinflussen können.

So kann es zum Beispiel auch sein, dass bestimmte Medikamente, die Sie aufgrund einer anderen Erkrankung zu sich nehmen, Ihre Werte beeinflussen. Oder es sind alltägliche Situationen und Dinge im Leben, wie Stress, falsche Ernährung oder der Konsum von Alkohol und Nikotin.

Fest steht, wer sich ausreichend informiert und bereit ist, seine Gewohnheiten etwas umzugestalten, kann vorsorgen oder bereits erhöhte Werte auch senken – und das auf ganz natürlichem Wege.

1. Regelmäßige Bewegung

Wer fit bleibt und sich regelmäßig bewegt, hat auch gute Werte. Zum einen können Sie mit ausreichend Bewegung das Risiko senken, überhaupt an einer Hypertonie zu erkranken, zum anderen sorgt sie dafür, dass Ihr Herz effizienter arbeitet.

Wer unter Übergewicht leidet, wird sich auf lange Sicht wieder Richtung Normalgewicht bewegen und somit ebenfalls das Risiko einer Hypertonie senken.

Sport und Übungen sind also eine einfache Methode, um auf natürliche Weise etwas gegen erhöhte Blutdruckwerte zu unternehmen.

Zu Beginn sind kleine Trainingseinheiten vollkommen ausreichend. Wichtig ist, dass Sie die Übungen regelmäßig durchführen. 2-3x pro Woche circa 30 bis 60 Minuten, können bereits zu einer Verbesserung führen.

Bei den Übungen muss es sich auch nicht gleich um Leistungssport handeln. Beginnen Sie mit dem, was Sie persönlich als zumutbar empfinden und stemmen können. Seien Sie sich selbst gegenüber aber auch ehrlich.

Sportliche Aktivitäten, die gut wären, sind: ausgedehnte Spaziergänge, Walken, Joggen. Schwimmen, Radfahren, Yoga-Übungen und vieles mehr.

Für Fortgeschrittene ist aber auch jede andere Sportart gut. Wichtig ist: am Ball bleiben!

2. Übermäßigen Konsum von Alkohol vermeiden

Auch Alkohol kann die Blutdruckwerte negativ beeinflussen. Grundsätzlich gilt: Je weniger desto besser. Für Männern liegt der empfohlene Grenzwert bei 20-30 Gramm pro Tag, das entspricht etwa zwei bis drei 0,33l Flaschen Bier.
Bei Frauen liegt die Grenze sogar noch niedriger, nämlich bei 10-20 Gramm pro Tag.

Werden bereits Medikamente gegen Bluthochdruck eingenommen und zusätzlich Alkohol getrunken, kann es zu gefährlichen Wirkverstärkungen und Wechselwirkungen kommen.

Dass Alkohol außerdem nicht nur Ihren Blutdruckwerten schadet, sondern auch vielen anderen wichtigen Organen im Körper, wie auch dem äußeren Erscheinungsbild, muss nicht weiter erläutert werden.

Wenn möglich also lieber Finger weg!

3. Weniger Koffein

Auch der übermäßige Konsum von Koffein ist für erhöhte Blutdruckwerte nicht gerade förderlich. Sie sollten daher täglich nicht mehr als zwei Tassen zu sich nehmen. Eine Alternative ist vielleicht auch entkoffeinierter Kaffee.

Dies gilt insbesondere auch für Menschen, die grundsätzlich kaum bis gar keinen Kaffee trinken, hier hat das Koffein durch die fehlende Gewöhnung noch stärkere Effekte.

Wer morgens seine Tasse Kaffee zum wach werden braucht, kann diese auch weiterhin zu sich nehmen. Versuchen Sie jedoch den weiteren Konsum, über den Tag verteilt, durch Alternativen zu ersetzen. Vielleicht Tee? Schwarztee enthält allerdings ebenfalls einen recht hohen Gehalt an Koffein, kann aber als Übergangslösung während eines „Kaffeeentzuges“ ausprobiert werden.

4. Verzichten Sie möglichst aufs Rauchen und Tabakprodukte

Das Nikotin in einer Zigarette regt den Körper an, Adrenalin zu produzieren, sorgt für einen schnelleren Herzschlag und fördert den Bluthochdruck. Versuchen Sie daher am besten, das Rauchen ganz einzustellen.

Ein Nikotinentzug ist nie einfach, hat aber langfristig unzählige positive Auswirkungen auf Ihre Gesundheit, Ihr Wohlbefinden und Ihr Aussehen. Informieren Sie sich bei Ihrem Hausarzt oder Ihrem Apotheker über die Möglichkeiten eines medikamentenunterstützten Entzugs.

5. Aufs Gewicht achten

Wer übergewichtig ist, hat ein wesentlich höheres Risiko an Bluthochdruck zu erkranken. Auf das eigene Gewicht zu achten und zu versuchen, es wieder etwas zu reduzieren, kann also nur förderlich sein.

Bei zu viel Gewicht, muss unser Herz wesentlich mehr und härter arbeiten und so entsteht auch die besagte Hypertonie.

Bereits wenige Kilo können Ihrem Herz die Arbeit erleichtern und die Blutdruckwerte senken.

6. Auf übermäßig viel Salz verzichten

Einer der ersten und besten Tipps, um etwas gegen den Bluthochdruck zu unternehmen lautet: Reduzieren Sie den Salzgehalt in Ihrer Ernährung.

Es geht dabei auch nicht nur ums pure Salz an sich, sondern vor allem auch um Lebensmittel wie Fertiggerichte, To-Go Menüs, Frühstückszerealien und süßes Gebäck.

Das in diesen Lebensmitteln oft im Übermaß enthaltene Salz (=Natriumchlorid) kann durch eine Steigerung der Wasserwiederaufnahme in der Niere den Blutdruck erhöhen, denn mehr Blutvolumen bedeutet natürlich auch einen erhöhten Druck im Gefäßsystem.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine Einschränkung des Kochsalzkonsums auf etwa 5 bis 6 Gramm am Tag. Prüfen Sie beim Einkauf anhand der Nährwerttabelle, die jedes Lebensmittel aufweisen muss, wie viel Kochsalz in den Produkten enthalten ist, die Sie kaufen und rechnen Sie einmal spaßeshalber aus, welche Menge an Kochsalz Sie täglich etwa zu sich nehmen. Bei den meisten Deutschen ist es deutlich mehr als die empfohlenen 5 bis 6 Gramm.

7. Zu viel Stress vermeiden

Viel Stress und Sorgen führen zu erhöhten Blutdruckwerten, denn die Stresshormone Adrenalin und Cortisol sind natürliche Blutdrucksteigerer. Den stressigen Alltag unter Kontrolle zu bekommen kann also zum einen dabei helfen, die Blutdruckwerte wieder zu senken, zum anderen wird es Ihnen auch im Allgemeinen zugute kommen, wenn Sie den Alltag entspannter bewältigen können.

Nehmen Sie sich also die Zeit, um herauszufinden, was die Gründe für den Stress und die Sorgen in Ihrem Leben sind. Machen Sie sich gegebenenfalls eine Liste mit den wichtigsten Punkten. Wenn Sie besagte Liste vor sich haben, nehmen Sie sich die Zeit und arbeiten Sie daran.

Natürlich kann man nicht immer alle Stressfaktoren beseitigen – irgendwie gehören Sie ja auch zum Leben dazu. Aber man kann durchaus versuchen, sie unter Kontrolle zu bekommen und ihren Einfluss auf das eigene Wohlbefinden zu vermindern.

Hierzu sollten Sie ganz verschiedene Methoden ausprobieren, bis Sie die richtige für sich entdeckt haben. Um Stress abzubauen, hilft es vor allem auch einem Hobby nachzugehen, sich Zeit für körperliche Bewegung in den Alltag einzubauen, ein Spaziergang oder alles was Ihnen persönlich eine gewisse Ruhe verschafft.

8. Die gesunde Ernährung

Lebensmittel zu sich zu nehmen, die gesund sind, kann den Blutdruck senken. Hierzu zählen unter anderem Vollkornprodukte, Früchte, Gemüse, bestimmte fettarme Milchprodukte und viele weitere.

Probieren Sie Neues aus und experimentieren Sie in Ihrer Küche! Sie senken damit nicht nur Ihr Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sondern unter anderem auch für Diabetes oder Gicht!

9. Verbringen Sie Zeit mit Personen, die Ihnen nahe stehen

Personen, die einem nahe stehen, sind meist auch für einen da, wenn man mal schwerere Zeiten durchläuft. Die Unterstützung von Familie, Freunden und wichtigen Menschen kann in jeder noch so schlimmen Lebenslage Kraft spenden.

Gewöhnen Sie sich also am besten an, mehr Zeit mit diesem Personenkreis zu verbringen und ihnen auch Ihre Probleme zu schildern. Niemand kann alle Bürden ganz alleine tragen und das Teilen von Problemen, reduziert auch die Sorge und den Stress, der auf den eigenen Schultern lastet.

10. Adoptieren Sie eventuell ein (Haus)tier

Studien zeigen, dass Tierhalter wesentlich glücklicher und gesünder sind und auch bessere Blutdruck- und Cholesterinwerte haben – im Vergleich zu Menschen ohne Haustier.

Das könnte vor allem daran liegen, dass ein Tier, immer eine tolle Quelle ist, wenn es um soziale oder emotionale Unterstützung geht. Ein Haustier ist immer für einen da und liebt einen meist bedingungslos.

Laut einiger Studien fühlt man sich in ihrem Umfeld auch wesentlich ruhiger, ausgeglichener und ermutigt.

Fazit

 

Viele kleine Veränderungen des Lebensstils haben eine großen Effekt auf den Blutdruck. Ob eine Ernährungsumstellung oder mehr Sport, Rauchstopp oder Gewichtsabnahme – suchen Sie sich zunächst einen Tipp aus und etablieren Sie ihn so gut es geht in Ihren Alltag. Ist die neue Gewohnheit fester Bestandteil Ihres Lebens geworden, wählen Sie eine zweite Veränderung.

Im Laufe der Zeit bauen Sie sich so neue, gesunde Gewohnheiten auf: Für Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden.