"Wer keine Zeit für seine Gesundheit hat, wird später viel Zeit für seine Krankheiten brauchen." – Sebastian Kneipp

Was ist eine genau ist eine Pilzinfektion oder Heftpilzinfektion?

Published Februar 3, 2014 in Candida - 1Comments

Was ist eine genau ist eine Pilzinfektion oder Heftpilzinfektion?

PilzinfektionEine Pilzinfektion entsteht, wenn es zu einer Überwucherung an Hefepilzen kommt. Hierbei handelt es sich um eine spezielle Art von Pilzerkrankung, die an jeder Stelle am Körper entstehen kann.

Ein Hefepilzbefall, auch Kandidose genannt, ist hierbei eine der am meist verbreiteten Art. Es gibt allerdings über zwanzig verschiedene Gattungen von Candida. Am häufigsten ist der Erreger Candida albicans.

Diese Pilzart lebt quasi auf allen möglichen Teilen unseres Körpers. Unter bestimmten Umständen können sie dann so vielzählig werden, dass es zu Infektionen kommt; vorwiegend an warmen und feuchten Stellen.

Beispiele für solch einen Befall sind Scheidenpilzinfektionen, Soor (eine Infektion des Gewebes der Mundhöhle), Hautinfektionen und Windelpilz, sowie Nagelbett-Infektionen.

Typische Symptome einer vaginalen Pilzinfektion

  • Reizungen direkt an der Vagina oder in der Umgebung
  • starker Scheidenausfluss – für gewöhnlich weiß-braun und dickflüssig, mit einer Konsistenz, die an Hüttenkäse erinnert
  • andauerndes Jucken der Genitalien
  • Schmerzen oder ein brennendes Gefühl beim Wasserlassen oder
  • während des Geschlechtsverkehrs

Wie bereits erwähnt taucht eine Kandidose meist dort auf, wo es schön warm und feucht ist. Dies kann also beispielsweise auch in den Achselhöhlen sein.

Normalerweise ist es jedoch so, dass unsere Haut sich effektiv gegen einen Pilz ‚verteidigen‘ kann. Allerdings können bereits kleine Wunden oder Schnitte im Hautbild dafür sorgen, dass die kleinen Organismen eindringen. Bei Kindern sind somit typische Stellen für den Befall der Mundbereich, sowie Gegend um die Windel.

Gerade ältere Personen leiden häufig unter einem Befall der Mundhöhle. Außerdem kommt es auch häufig zu Fällen, in denen sich der Pilz in Hautfalten ausbreitet, sowie im, Zahnersatz, unter der Brust, am Unterleib – also unterer Bauchbereich, auf dem Nagelbett und zwischen anderen Hautfalten.

In den meisten Fällen handelt es sich um oberflächliche Pilzinfektionen, die schnell wieder verheilen, wenn man sie richtig behandelt. Bei einem Befall des Nagelbetts, muss jedoch eine etwas verlängerte Therapie angewandt werden.

Es ist eher selten, dass sich eine Hefepilzinfektion über den ganzen Körper verteilt. Trotzdem gibt es eine Form, die systemische Mykose, bei der es zu einem Befall der Blutbahnen und inneren Organe kommt und die in einigen Fällen sogar zum Tode führen kann.

In einem solchen Fall muss jedoch vorab bereits ein extrem geschwächtes Immunsystem vorliegen, was dazu führen kann, dass der Pilz sich auch über die äußeren Schleimhäute hinaus verbreitet. Wenn es zu einem solchen Befall kommt, führt dies auf lange Sicht zu einer Blutvergiftung.

Wenn Ihnen auffällt, dass eine Hefepilzinfektion immer wieder auftritt, obwohl eine gezielte Behandlung angewandt wird, sollten man sich in jedem Fall auch auf andere Krankheiten hin testen lassen. Hierzu zählen beispielsweise HIV, Diabetes oder Bluterkrankungen.

Unter Frauen ist eine Hefepilzinfektion der zweithäufigste Grund für vaginales Brennen, Jucken oder Absonderungen. In der Flora einer weiblichen Vagina sind zwischen zwanzig und fünfzig Prozent an Hefepilzaufkommen vorzufinden. Wenn sich die Umgebung dann verändert, kommt es zu einer Vermehrung.

Einer der häufigsten Gründe für eine Vermehrung ist die Einnahme von Antibiotika und Hormonen. Aber auch eine Schwangerschaft, die Monatsblutung, Sperma, Diabetes und die Verhütungspille können zu einer Hefepilzinfektion führen. Auch nach oder während der Wechseljahre sind die Pilzinfektionen eine häufig auftretende Erkrankung.

Bei Menschen, die bereits unter einem geschwächten Immunsystem leiden, aufgrund von Krebsbehandlungen, Hormontherapien, oder Krankheiten wie HIV, können Pilzinfektionen auch innerhalb des gesamten Körpers auftreten. Dies kann durchaus lebensgefährlich sein.

Unser Gehirn, das Blut, die Nieren, Augen und das Herz sind am häufigsten betroffen. Eine Kandidose kann jedoch auch in den Lungen entstehen, in der Leber und der Milz. Die Erkrankung zählt somit zu den Hauptgründen, wenn es zu einer Ösophagitis (Entzündung der Speiseröhre) kommt. Dies ist vorwiegend bei Menschen der Fall, die bereits an HIV erkrankt sind.

Etwa fünfzehn Prozent der Menschen, die bereits ein geschwächtes Immunsystem haben, entwickeln im Laufe der Zeit auch eine systemische Infektion, die durch die Kandidose hervorgerufen wird. Meist entstehen solche Infektionen, indem die Bakterien, durch Schnitte in der Haut oder über die Schleimhaut, in die Blutbahn gelingen.

Candida-Organismen entstehen jedoch auch, wenn man häufig Antibiotika zu sich nimmt, das diese für die Vernichtung der Bakterien zuständig sind, die normalerweise bei einer Kandidose greifen würden.

Ein weiterer Zugang in den Körper sind die Anwendung von bestimmten Implantaten. Hierzu zählen vor oftmals Harnkatheter oder Portkatheter. Wer wer sich Spritzen setzen muss, kann die Bakterien zudem direkt in die Blutbahn befördern, oder zumindest ins tiefere Gewebe.

Die typischen Symptome einer Hefepilzinfektion können ganz unterschiedlich ausfallen und hängen damit zusammen, an welchem Ort die Erkrankung ausbricht.

Wenn es sich, beispielsweise, um eine vaginale Pilzinfektion handelt, ist ein typisches Symptom der weißliche und dickflüssige Ausfluss. Der Befall führt meist auch zu einem Juckreiz und einer gereizten Vagina, sowie Beschwerden in der nahen Umgebung. In einigen Fällen führt die Erkrankung auch zu Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs oder einem Brennen beim Wasserlassen.

Wenn Männer unter eine Hefepilzinfektion im Genitalbereich erkranken, haben sie sich meist, durch den Geschlechtsverkehr, bei einer Frau angesteckt. Trotzdem gilt eine Hefepilzinfektion NICHT als Geschlechtskrankheit, da Frauen den Pilz auf ganze natürliche Weise im Körper haben können, ohne sich von außerhalb anzustecken.

In den meisten Fällen ist eine Behandlung des Mannes gar nicht notwendig; es sei denn, er weist ernsthafte Symptome auf. Diese können in Form von Juckreiz und einem brennendem Gefühl am Penis auftreten, sowie durch einen Hautausschlag.

Sowohl bei Kindern, wie auch bei Erwachsenen, kann es jedoch noch weiter zu ganz unterschiedlichen Formen einer Pilzinfektion kommen.

So kann es, beispielsweise, zu Soor kommen. In diesem Fall ist die Mundhöhle betroffen. Auf der Zunge, am Gaumen oder an anderer Stelle im Mund, bilden sich dicke weiße Flecken auf rotem Untergrund. Sie sehen häufig wie Milchabsonderungen aus, können jedoch leider nicht so einfach entfernt werden.

Wenn Sie versuchen die Ablagerungen mit einer kleinen Klinge oder Wattestäbchen zu entfernen, kann es passieren, dass der Untergrund anfängt zu bluten. Im großen und ganzen lässt diese Form der Infektion die Zunge im Allgemeinen sehr rötlich wirken; abgesehen von den weißen Ablagerungen.

Die Erkrankung kann zudem sehr schmerzhaft sein und zu Schwierigkeiten bei der Nahrungszufuhr führen. Es ist daher sehr wichtig, eine Behandlung anzusetzen.

Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, sollten besonders vorsichtig sein und definitiv einen Arzt aufsuchen, um mit einer Behandlung zu beginnen. Die Pilzinfektion kann sich auf die einzelnen Organe ausbreiten, und somit zu Schmerzen und einer Fehlfunktion des Organs führen.

Grundsätzlich kann ein oberflächlicher Befall durch einen Hefepilz ohne weiteres zuhause behandelt werden. Mit Hilfe von Salben und rezeptfreien Mitteln. Wenn Ihnen jedoch auffällt, dass die Mittel nicht anschlagen, oder sich die Symptome verschlechtern, sollten Sie unbedingt einen Arzt konsultieren.

Menschen mit geschwächtem Immunsystem tun dies bitte SOFORT.

In den meisten Fällen kann ein Arzt direkt eine Diagnose erstellen, ohne das weitere Test nötig sind. Selbstverständlich ist der Ablauf etwas anders, wenn der Heilungsprozess nicht eintritt oder auch innere Teile des Körpers betroffen sind.

Je nachdem um welche Form der Infektion es sich handelt, oder wo sie ausgebrochen ist, wird Ihnen der behandelnde Arzt dann entsprechende Medikamente ausstellen und Sie über die weitere Vorgehensweise unterrichten.

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