"Wer keine Zeit für seine Gesundheit hat, wird später viel Zeit für seine Krankheiten brauchen." – Sebastian Kneipp

Medikamente gegen Sodbrennen und Reflux

Published Januar 23, 2016 in Sodbrennen - 0Comments

Nicht immer lassen sich die Magenschmerzen und das unangenehme Brennen in der Speiseröhre durch Verhaltensregeln und Hausmittel in den Griff bekommen. In diesem Fall können rezeptfreie Medikamente aus der Apotheke Abhilfe schaffen.

Vorsicht! Die Behandlung in Eigenregie ist problemlos möglich, wenn die Beschwerden leicht sind und nur selten bis gelegentlich auftreten. Bei folgenden Symptomen sollte man sich aber unbedingt an den Arzt wenden:

· Ständige Beschwerden

· Starke Oberbauchschmerzen

· Blut im Stuhl

· Unerklärlicher Gewichtsverlust

· Beschwerden trotz Einnahme von rezeptfreien Medikamenten

Rezeptfreie Medikamente gegen gelegentlich auftretende leichte Beschwerden

Pflanzliche Mittel

Echte Kamille

Gut geeignet für die Behandlung von Sodbrennen ist die Echte Kamille, deren Inhaltsstoffe antientzündlich und magenberuhigend wirken. Neben dem klassischen Kamillentee gibt es auch Medikamente, die höher konzentrierte Extrakte der Kamille enthalten und mit etwas warmem Wasser verdünnt eingenommen werden können.

Echtes Süßholz

Ebenfalls entzündungshemmend wirkt das Echte Süßholz, dessen Wurzelextrakt übrigens auch in Lakritze enthalten ist. Bei Sodbrennen kann ein Teeaufguss der Wurzeldroge schnelle Erleichterung bringen, auch Kombinationen mit anderen Pflanzen sind möglich. In ihrer Wirksamkeit bestätigte, standardzugelassene Teemischungen findet man auf der Internetseite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte, wo beispielsweise als Magen-Darm-Tee Nr. XII folgende Mischung empfohlen wird[1]:

  • 30 bis 40 Teile Kamillenblüten
  • 15 bis 40 Teile Schafgarbenkraut
  • 15 bis 35 Teile Süßholzwurzel

Zusätzlich können noch weitere Bestandteile wie zum Beispiel Zimtrinde zur Verbesserung des Geschmacks hinzugefügt werden.

Vorsicht: Wegen seiner blutdrucksteigernden Wirkung ist Süßholz nicht geeignet für Menschen, die an Bluthochdruck leiden!

Weitere Pflanzen

Auch Extrakte des Süßholzes gibt es in Arzneimitteln, die fertig in der Apotheke gekauft werden können. Meist sind noch weitere magenwirksame Pflanzenextrakte wie zum Beispiel Pfefferminze, Kümmel oder Melisse enthalten. Diese meist in Tropfenform erhältlichen Medikamente können entweder pur oder mit Wasser oder Tee verdünnt eingenommen werden.

Wichtig ist, dass man die Flasche vor der Anwendung gut schüttelt, damit sich die Extrakte gut verteilen und man nicht nur das Lösungsmittel einnimmt.

Magenwirksame pflanzliche Extrakte in Tropfenform enthalten oft Alkohol, ist eine Verbindung des Sodbrennens mit Alkohol bekannt, so sollte man darauf achten, alkoholfreie Extrakte zu wählen oder stattdessen die getrockneten Pflanzen zu kaufen und selbst einen Tee daraus zuzubereiten.

Antazida: Für den Akutfall

Der Begriff Antazida bedeutet wörtlich „gegen die Säure“ und bezeichnet eine Gruppe von Arzneistoffen, die in der Lage sind, die Magensäure zu neutralisieren. Ihre Wirkung setzt schnell ein und hält zwischen 30 Minuten und mehreren Stunden an, weshalb sie bei akuten Beschwerden eingesetzt werden. Die Einnahme sollte ein bis drei Stunden nach der Mahlzeit erfolgen.

Arzneiformen bei Antazida

Antazida sind in verschiedenen Arzneiformen erhältlich: Es gibt sie als Pulver und Granulate, als Kautabletten oder als Gele zum Einnehmen. Die Wirksamkeit ist bei allen Produkten vergleichbar, sodass man sich je nach individuellen Präferenzen für eine Form entscheiden kann.

Bei den Kautabletten ist darauf zu achten, dass sie wirklich sehr gut und lange zerkaut werden müssen, um den Wirkstoff freizusetzen. Gele, die in kleinen einzelverpackten Beutel erhältlich sind, sollten in der Verpackung gut durchgekneten werden, bevor man sie einnimmt.

Antazida der ersten Generation

Die Antazida der ersten Generation enthalten Calcium-, Magnesium- und Natriumcarbonate und -hydrogencarbonate und haben einen sehr schnell Wirkeintritt.

Carbonate und Hydrogencarbonate sind die Salze der Kohlensäure und genau wie diese können sie bei ihrer Freisetzung Gasbläschen aus Kohlenstoffdioxid entwickeln. Dies ist einer der größten Nachteil der Erstgenerations-Antazida, denn die Gasentwicklung kann zu vermehrtem Aufstoßen und Blähungen führen.

Bei längerer Einnahme können das enthaltene Magnesium und Natrium auch zu Verschiebungen des körpereigenen Elektrolythaushaltes führen, Magnesium wirkt außerdem in höheren Konzentrationen eingenommen abführend.

Ein weiterer Nachteil der Antazida der ersten Generation ist ihre kurze Wirkdauer, die meist schon nach einer halben bis zwei Stunden vorbei ist. Oft kommt es nach dem Nachlassen der Wirkung zu einer verstärkten Säurebildung, dem sogenannten Acid Rebound.

Antazida der zweiten Generation: Schichtgitter-Antazida

Im Gegensatz zu den Erstgenerations-Antazida enthalten diejenigen der zweiten Generation keine einfachen Carbonatsalze, sondern komplexe, mehrschichtige Verbindungen die in der Lage sind, die Magensäure länger zu neutralisieren.

Beispiele für solche Schichtgitter-Antazida sind die Stoffe Magaldrat, Hydrotalcid, Alginate oder Algeldrate, die man in diversen Arzneimitteln findet.

Der Wirkeintritt dieser Antazida ist ebenfalls schnell, die Wirkung hält aber deutlich länger an als die der Erstgenerations-Antazida. Wichtig ist, auf die Angabe der in mval gemessenen Säureneutralisationskapazität der Produkte zu achten: Um effektiv gegen Sodbrennen zu wirken sollte eine Einzeldosis des Antazidums mindestens eine Kapazität von 25 mval aufweisen.

Das enthaltene Magnesium kann auch bei diesen Antazida zu Durchfall führen, Aluminium, das in Algeldraten, Magaldrat und Hydrotalcid enthalten ist hat eine gegenteilige Wirkung und kann Verstopfung auslösen.

Außerdem ist besonders bei Schwangeren, Kindern und Menschen mit verminderter Nierenfunktion zu berücksichtigen, dass sich Aluminium im Nerven- und Knochengewebe anreichern kann. In diesen Fällen kann auf aluminiumfreie Antazida wie Alginat zurückgegriffen werden.

Wechselwirkungen von Antazida mit anderen Medikamenten

Wichtig ist, dass die Antazida mit anderen Medikamenten wechselwirken können, denn sie enthalten geladene Teilchen wie Calcium und Magnesium, die mit anderen Arzneistoffen Komplexe bilden und so deren Aufnahme verhindern.

Beispiele für Arzneistoffe, deren Aufnahme durch Antazida beeinflusst wird, sind das Schilddrüsenhormon L-Thyroxin, die gegen Osteoporose eingesetzten Bisphosphonate wie Alendronsäure oder Antibiotika wie Tetracycline (z.B. Doxycyclin) und Fluorchinolone (z.B. Ciprofloxacin).

Auch die Erhöhung des pH-Wertes des Magens kann die Aufnahme einiger Arzneistoffe wie zum Beispiel von Mitteln gegen Pilzerkrankungen, beeinflussen.

Bei Medikamenteneinnahme sollte deshalb immer in einem Gespräch mit Arzt oder Apotheker abgeklärt werden, ob die zusätzliche Einnahme eines Antazidums unbedenklich ist. Sicherheitshalber sollte immer ein Abstand von mindestens zwei Stunden zwischen der Einnahme eines Antazidums und eines anderen Medikaments liegen.

Protonenpumpenhemmer: Zur Vorbeugung

Die Belegzellen des Magens, die die Säure produzieren, brauchen hierfür spezielle Transporter, die sogenannten Protonenpumpen. Werden diese gehemmt so wird die Säureproduktion effizient unterbunden. Auf diesem Prinzip beruht die Wirkung der Protonenpumpenhemmer oder -inhibitoren, kurz PPI gennant.

Langsamer Wirkeintritt, lange Wirkdauer

Die Wirkung der PPIs setzt im Gegensatz zu derjenigen der Antazida nicht sofort sondern zeitlich verzögert ein, weil die Arzneistoffe hier nicht sofort nach der Einnahme im Magen wirken können, sondern zunächst über den Darm in den Blutkreislauf aufgenommen werden müssen und über das Blut die Belegzellen erreichen.

Protonenpumpeninhibitoren eignen sich also nicht zur Behandlung bei akutem Sodbrennen, dafür hält die Wirkung allerdings 24 Stunden an, sodass sie zur Vorbeugung verwendet werden können.

Säureempfindliche Säureblocker

Das Paradoxe an den Protonenpumpeninhibitoren ist, dass sie selbst sehr säureempfindlich sind und durch Kontakt mit der Magensäure ihre Wirksamkeit verlieren würden. Aus diesem Grund haben Arzneiformen mit diesen Wirkstoffen immer einen spezielle Überzug, der „magensaftresistent“ ist, also nicht durch die Magensäure angegriffen wird sondern sich erst im Darm auflöst und den Wirkstoff dort freisetzt.

Damit dieser Überzug gut funktioniert muss das Medikament immer auf nüchternen Magen eingenommen werden. Tabletten dürfen vor oder bei der Einnahme nicht zerkleinert oder zerkaut oder in einer Flüssigkeit aufgelöst werden, da sonst der Überzug zerstört wird und das Medikament nicht mehr wirken kann.

Was bedeutet eigentlich MUPS?

Eine Besonderheit stellen die MUPS dar: Multiple Unit Pellet Systems. Hier ist die Tablette nicht einmal komplett mit einem magensaftresistenten Überzug versehen, sondern besteht aus vielen kleinen Kügelchen, den Pellets, die jeweils alle einzeln magensaftresistent überzogen sind.

Eine solche Tablette kann vor dem Einnehmen zum Beispiel aufgelöst werden um so das Schlucken zu erleichtern. Ein weiter Vorteil ist, dass die Tablette im Magen in ihre Pellet-Untereinheiten zerfällt und diese kleinen Kügelchen viel schneller durch den Magen-Darm-Kanal wandern und der Wirkstoff dadurch schneller freigesetzt und aufgenommen wird.

Im Handel sind auch Kapseln, die magensaftresistent überzogene Pellets enthalten und vor der Einnahme geöffnet werden können.

Rezeptfreie Protonenpumpenhemmer

Rezeptfrei in der Apotheke erhältlich sind die Wirkstoffe Pantoprazol und Omeprazol mit jeweils 20mg pro Einzeldosis und 14 Einzeldosen pro Packung. Warum kann man sich in der Apotheke keine 100er Packung eines Protonenpumpenhemmers kaufen?

Dies dient der eigenen Sicherheit, denn hat man ständige Beschwerden so sollte ein Arzt konsultiert und die Ursachen beseitigt werden, statt mithilfe rezeptfreier Medikamente lediglich die Symptome zu unterdrücken.

Nebenwirkungen von Protonenpumpenhemmer

Im Regelfall sind die PPIs gut verträglich. Die häufigsten Nebenwirkungen, die bei 1-10% der Patienten auftreten können, sind Bauchschmerzen, Verstopfung, Durchfall, Übelkeit und Blähungen. Auch Kopfschmerzen können vorkommen.

Bei einer langfristigen Einnahme eines PPIs kann es zu einer verminderten Calciumresorption kommen, was das Osteoporoserisiko erhöht. Auch die Aufnahme von Vitamin B12 wird durch die langfristige Einnahme eines Protonenpumpeninhibitors vermindert. Die Erhöhung des pH-Wertes des Magens erleichtert langfristig das Eindringen von Erregern in den Organismus.

Wechselwirkungen von Protonenpumpenhemmern mit anderen Medikamenten

Wie bei allen Medikamenten, die den pH-Wert des Magens erhöhen kann dies einen Einfluss auf die Aufnahme anderer Medikamente haben.

Besonders bei Omeprazol kann es außerdem durch die Hemmung eines Leberenzyms zu einem verminderten Abbau oder einer verminderten Aktivierung anderer Arzneistoffe kommen. Ein wichtiges Beispiel ist die Wechselwirkung von dem blutgerinnungshemmenden Arzneistoff Clopidogrel, dessen Aktivierung bei gleichzeitiger Einnahme mit Omeprazol stark vermindert ist.

Fragen Sie im Zweifelsfall Ihren Arzt oder Apotheker, ob die Kombination eines Medikamentes mit einem PPI unbedenklich ist.

Histaminrezeptoranatagonisten: zur Vorbeugung

Histaminrezeptorantagonisten lassen zwar zunächst an Medikamente gegen Allergien denken, dabei kommen allerdings andere Arzneistoffe zur Anwendung, die einen anderen Subtyp des Histaminrezeptors, den H1-Rezeptor, blockieren. Zur Therapie säurebedingter Beschwerden dagegen werden H2-Rezeptor-Blocker angewendet.

Die Aktivierung des H2-Rezeptors am Magen führt normalerweise zu einer Steigerung der Aktivität der Protonenpumpen. Diese Aktivitätssteigerung kann durch Einnahme eines H2-Rezeptor-Blockers verhindert werden. Wie bei den PPIs setzt auch hier die Wirkung nicht sofort sondern zeitverzögert ein, weshalb die H2-Blocker auch nur zur Vorbeugung und nicht zur Akuttherapie geeignet sind.

Die Histaminrezeptorblocker wurden früher als die Protonenpumpenhemmer entdeckt, sind aber inzwischen nach diesen nur noch zweite Wahl. Das liegt daran, dass die Protonenpumpenhemmer eine stärkere und längere Wirksamkeit haben. Ähnlich wie bei den Erstgenerations-Antazida kann es bei den H2-Blockern außerdem zu einer verstärkten Säurebildung kommen, wenn die Wirkung nachlässt.

H2-Rezeptor-Blocker werden aus diesen Gründen nur noch dann eingesetzt, wenn Protonenpumpenhemmer schlecht vertragen werden und zum Beispiel zu starken Bauchschmerzen oder Übelkeit führen.

Rezeptfrei erhältlich sind Ranitidin in Einzeldosen bis 75mg und 14 Einzeldosen pro Packung sowie Famotidin in Einzeldosen bis 10mg und ebenfalls 14 Einzeldosen pro Packung. Grund für diese Einschränkung ist ebenso wie bei den Protonenpumpeninhibitoren, dass bei länger anhaltenden Beschwerden ein Arztbesuch notwendig ist.

Rezeptpflichtige Medikamente bei starken Beschwerden, Geschwüren oder als Begleitmedikation in der Schmerztherapie

Bei starken oder länger andauernden Beschwerden ist ein Arztbesuch anzuraten, um abzuklären, ob eventuell ein Geschwür oder eine Infektion mit Helicobacter pylori [Link to previous article!] vorliegt. Der Arzt entscheidet, ob und welche Medikamente in welcher Dosierung notwendig sind.

Protonenpumpenhemmer

Die oben bereits beschrieben Protonenpumpenhemmer können längerfristig zur Behandlung und zur Verhinderung des Wiederauftretens Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren sowie von Refluxösophagitis, also einer durch die zurückfließende Magensäure entzündeten Speiseröhre, verwendet werden. Auch bei der Behandlung einer Helicobacter pylori Infektion spielen sie eine wichtige Rolle.

Protonenpumpenhemmer und Schmerzmittel

Häufig werden Protonenpumpenhemmer verschrieben, wenn eine längerfristige Behandlung mit einem Schmerzmittel notwendig ist, das die Magenschleimhaut schädigen kann. Zu diesen Schmerzmitteln gehören unter anderem Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen und Naproxen. Dagegen schädigen Paracetamol, Metamizol und morphinartige Schmerzmittel die Magenschleimhaut nicht.

Verschreibungspflichtige Protonenpumpenhemmer

Neben den in niedriger Dosierung auch rezeptfreien erhältlichen Substanzen Omeprazol und Pantoprazol können Esomeprazol, Rabeprazol und Lansoprazol verschrieben werden. 

Histaminrezeptorantagonisten

Bei Unverträglichkeit von Protonenpumpenhemmer können stattdessen die bereits erklärten Histaminrezeptorantagonisten für die genannten Krankheitsbilder angewendet werden.

Neben den in niedriger Dosierung auf rezeptfrei erhältlichen Substanzen Famotidin und Ranitidin gibt es außerdem Cimetidin, das aufgrund seiner Neben- und Wechselwirkungen so gut wie nicht mehr eingesetzt wird, sowie Roxatidin.

Sucralfat

Sucralfat ist eine Verbindung, die im Magen mit Eiweißmolekülen Komplexe eingeht und so eine Art künstlichen Schutzfilm über die angegriffene Magenschleimhaut und die Schleimhaut der Speiseröhre legt. Auch ein Geschwür kann auf diese Weise schützend bedeckt und vor dem Einfluss der Säure geschützt werden.

Sucralfat wird aufgrund dieser Eigenschaften zur Therapie und zur Verhinderung des Wiederauftretens von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren verwendet. Auch zur Therapie einer akuten Refluxösophagitis kann der Arzneistoff angewendet werden.

Die Einnahme erfolgt auf nüchternen Magen. Durch das enthaltene Aluminium kann es genau wie bei den Antazida zu Verstopfung kommen. Aufgrund der möglichen Anreicherung von Aluminium sollte das Medikament von Niereninsuffizienten, Schwangeren und Kindern gemieden werden.

Therapie einer Infektion mit Helicobacter pylori 

Helicobacter pylori, ein Bakterium das den widrigen Umständen des Magens widerstehen und erheblichen Schaden an der Magenschleimhaut anrichten kann, ist bei der großen Mehrzahl der Patienten mit Magen- und Zwölffingerdarmgeschwür zu finden.

Wie andere Bakterien wird auch Helicobacter pylori mit Antibiotika bekämpft, wobei als Standardtherapie eine Woche lang zwei Antibiotika mit einem Protonenpumpenhemmer kombiniert werden.

Standard ist die Anwendung von Omeprazol plus Clarithromycin, einem Antibiotikum das die bakterielle Eiweißproduktion hemmt. Kombiniert werden diese beiden entweder mit Amoxicillin, einem Penicillin-Antibiotikum, oder mit Metronidazol, das das bakterielle Erbgut angreift.

Um sicherzustellen dass das Bakterium wirklich komplett aus dem Magen entfernt wird, was man auch als Eradikation bezeichnet, müssen alle drei Medikamente unbedingt über den gesamten Zeitraum genau wie vom Arzt verordnet eingenommen werden.

Quellen

S2k Leitlinie Gastroösophageale Refluxkrankheit der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten DGVS (Zugriff am 21.01. 9:30 Uhr) http://www.dgvs.de/fileadmin/user_upload/Leitlinien/Refluxkrankheit/S2kLL_Gastroo%CC%88s%20Refluxkrankheit_03.09.2014.pdf

Mutschler et al: Arzneimittelwirkungen – Pharmakologie, Klinische Pharmakologie, Toxikologie. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, 10. Auflage (2012).

Steinhilber et al: Medizinische Chemie. Deutscher Apotheker Verlag, 2. Auflage (2010).

Standardzulassungen nach Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (Zugriff am 21.01. 19:15 Uhr) http://www.bfarm.de/DE/Arzneimittel/zul/ZulRelThemen/stdZul_und_Reg/_node.html

[1]http://www.bfarm.de/SharedDocs/Downloads/DE/Arzneimittel/Zulassung/ZulRelThemen/stdZul_und_Reg/aktuell_gueltige_liste_standardzulassungen_stand070115.pdf;jsessionid=3A758127F7B44AD51BD47127FE2C311E.1_cid340?__blob=publicationFile&v=9